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Ausgedehnter Wohnungsbrand

Datum: 08.01.2026 um 14:25 Uhr
Alarmierungsart: Melder
Einsatzart: Feuer > F2-Y
Einsatzort: Rüterweg, Schwiederstorf
Einheiten und Fahrzeuge:


Einsatzbericht:

Am Donnerstagmittag kam es zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand in einem 3-Parteien-Wohnhaus im „Rüterweg“ in Schwiederstorf / Elstorf. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass noch mindestens eine Person in der betroffenen Wohnung sei.

Eine Bewohnerin bemerkte gegen 14:20 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung im 1. Obergeschoss und wählte den Notruf. Parallel klopfte und klingelte sie an den anderen Wohnungstüren, wodurch ein schlafender Bewohner auf das Feuer im Haus aufmerksam gemacht wurde und sich ins Freie retten konnte.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte hatten bereits alle Personen das Gebäude verlassen. Die starke Rauchentwicklung hatte sich über der gesamten Straße ausgebreitet, sodass ein Befahren nicht mehr möglich war. Kurz nach Ankunft unserer zuerst eintreffenden Ortsfeuerwehr Elstorf kam es zu einer Durchzündung des Brandraumes. Flammen schlugen aus dem Fenster auf der Gebäudeseite.

Umgehend wurde eine Brandbekämpfung eingeleitet. Ein erster Trupp – zwei Feuerwehrleute – ging unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in die Wohnung. Die Wohnung war vollständig mit tiefschwarzem Rauch gefüllt. Zeitgleich wurde, durch die kurz danach eintreffende Ortsfeuerwehr Neu Wulmstorf über einen Balkon auf der Rückseite des Gebäudes, ein zweiter Trupp zur Brandbekämpfung geschickt.

Das Feuer hatte bereits aus der in Vollbrand stehenden Küche auf weitere Räume übergegriffen. Den Einsatzkräften gelang es im Kampf gegen die Hitze, die offenen Flammen zu löschen. In kräftezehrender Arbeit wurden durch weitere Trupps unter Atemschutz die Decken und Wände der betroffenen Wohnung geöffnet, um weitere Glutnester zu finden und zu löschen. Hierfür waren zusätzlich Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Rade sowie der Feuerwehr Leversen-Sieversen (Samtgemeinde Rosengarten) vor Ort.

Über die Neu Wulmstorfer Drehleiter wurde das Dach an mehreren Stellen geöffnet, um zu kontrollieren, ob das Feuer auf den Dachstuhl übergegriffen hat. Durch das zügige Eingreifen unserer Einsatzkräfte konnte dies jedoch verhindert werden. Nach ca. 2,5 Stunden konnte der Einsatz langsam zurückgebaut werden. Aufgrund der Witterung streute der Bauhof mehrfach die Straße, welche aufgrund von Löschwasser bereits begonnen hatte zu gefrieren. Die Atemschutzgeräteträger konnten sich im Schutz vor der Witterung in einer Garage eines angrenzenden Wohnhauses unterstellen – vielen Dank dafür!

Während des Einsatzes wurde eine Person durch den Rettungsdienst behandelt, konnte jedoch vor Ort verbleiben. Nach Abschluss der Löscharbeiten klagte ein Feuerwehrmitglied zunehmend über Reizungen in den Atemwegen und Unwohlsein. Zur weiteren Abklärung kam dieser in ein Krankenhaus.

Die Brandwohnung, sowie die Wohnung darunter sind zunächst nicht bewohnbar. Die Wohnung auf der anderen Gebäudeseite konnte gehalten werden und ist weiterhin bewohnbar.