Notruf : 112
 

eiko_icon vermuteter Gefahrenstoffaustritt

Gefahrgut > sonstiger Gefahrgut-Einsatz
GEF1 - Gefahrguteinsatz klein
Einsatzort Details

Wilhelm-Busch-Straße, Neu Wulmstorf
Datum 08.08.2017
Alarmierungszeit 11:23 Uhr
Alarmierungsart DME
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Neu Wulmstorf

Einsatzbericht

In einem 7 geschossigen Mehrfamilienhaus wurde am Vormittag über Notrufe ein starker undefinierbarer Geruch und körperliche Beschwerden der Bewohner gemeldet, welche zu einem Großeinsatz der Feuerwehr führten.

In der ersten Alarmfolge wurden durch die Feuer- und Rettungsleitstelle zu dem vermuteten Gefahrstoffaustritt die Feuerwehren Neu Wulmstorf, Rübke, der Fachberater Chemie, die Zugführer der Fachzüge Spüren & Messen und Gefahrgut, sowie die Kreisfeuerwehrführung alarmiert. Bereits kurz nach dem Eintreffen der ersten Einheiten der Feuerwehr Neu Wulmstorf wurde ein beißender Geruch im Gebäude bestätigt, mehrere Bewohner klagten über Schwindel und Kopfschmerzen. Unverzüglich wurde das komplette Gebäude evakuiert und ein Absperrbereich um das betreffende Haus errichtet. Erste Trupps unter umluftunabhängigen Atemschutz drangen mit Messgeräten in das Wohnhaus zur weiteren Erkundung vor.

In einer zweiten Alarmfolge wurde neben einem RTW für die Versorgung und Betreuung der Bewohner auch der komplette Fachzug Spüren & Messen zur weiteren spezifischeren Detektion des Stoffes vom Einsatzleiter nachalarmiert. Der eintreffende Fachzug, bestehend aus Einheiten der Feuerwehren Jesteburg, Stelle und Rade nahmen gemeinsam mit den bereits im Einsatz befindlichen Trupps unter Atemschutz weitere Messungen in den Wohnungen vor.

Es wurden 3 Einsatzabschnitte gebildet, um die Einsatzstelle - an der zu Spitzenzeiten mehr als 50 Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt waren - besser organisieren zu können.
Nach einer Sichtung durch den RTW der JUH aus Elstorf musste keine Person weiter medizinisch versorgt werden, sodass es sich für die gesamte Einsatzzeit um eine reine Betreuungslage handelte.

Nach einiger Zeit erhärtete sich der Verdacht, das Bauarbeiten an den Balkonen der Wohnungen Auslöser für die Beschwerden waren. Es wurden aus dem Putz, Estrich und Gestein Proben entnommen und durch einen angeforderten Funkstreifenwagen zur weiteren Untersuchung zur Technik- & Umweltwache (F32) der Berufsfeuerwehr Hamburg gebracht. Hier konnten keine gefährlichen oder gesundheitsschädlichen Stoffe festgestellt werden, sodass die Sicherungsmaßnahmen langsam zurück gefahren werden konnten.
Das Gebäude wurde mittels Druckbelüfter einem kompletten Luftaustausch unterzogen, ehe alle Bewohner 4 Stunden nach Einsatzbeginn in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

 

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